Buchhaltungsdienstleister wechseln

Was ist zu tun, wenn Sie Ihren Buchhalter wechseln möchten?

Es kommt im Geschäftsleben durchaus vor, dass es Unzufriedenheit mit einem Dienstleister gibt. Auch die Buchhaltung macht hier natürlich keine Ausnahme. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie über Ihre eigene Buchhaltung schlecht informiert sind, Sie dem Buchhalter nicht „wichtig“ genug sind oder schlichtweg das Preis- Leistungsverhältnis nicht passend ist, dann macht es Sinn über einen Wechsel des Dienstleisters nachzudenken.

1. Neues Buchhaltungsbüro finden

Zunächst sollten Sie sich auf die Suche nach einem neuen Buchhaltungsbüro machen. Ihr Buchhalter ist eine Vertrauensperson, die Chemie zwischen Ihnen und Ihrem neuen Buchhalter sollte also stimmen. Nehmen Sie sich also in jedem Falle die Zeit und besuchen Sie Ihren potentiellen Partner in seinen Geschäftsräumen. Dies gibt oft auch Aufschluss darüber, wie professionell ein Anbieter arbeitet.

2. Angebot anfordern

Wenn Sie einen neuen Partner für Ihre Buchhaltung gefunden haben, lassen Sie sich ein erstellen. Basis dieses Angebots können Sie die Rechnungen Ihres bisherigen Beraters sein oder Sie können Angaben zum Umfang der monatlichen Buchungsarbeiten machen, zum Beispiel die Anzahl der zu buchenden Belege, ob Sie bilanzieren müssen und ob und wenn ja wie viele Mitarbeiter abgerechnet werden müsssen. Ein Angebot sollte immer schriftlich erfolgen, da es die Basis einer späteren Beauftragung sein kann.

3. Kündigung des alten Auftragsverhältnisses

Bevor Sie einen neuen Dienstleister mit der laufenden Finanz- und Lohnbuchhaltung i.S. des § 6 Nr. 3 und 4 StberG beauftragen, sollten Sie das Vertrragsverhältnis mit Ihrem bestehenden Buchhhalter oder Steuerbüro aufkündigen. Wenn Sie einen Vertrag geschlossen haben, sollten Sie darin prüfen aus welchen Gründen und zu welchen Terminen Sie diesen Vertrag kündigen können. Die Kündigung nehmen Sie am besten schriftlich vor.

4. Übergabe der Buchhaltung an den neuen Dienstleister

Eine Übergabe der Buchhaltung ist prinzipiell zu jedem Zeitpunkt des Jahres möglich. Für einen reibungslosen Übergang benötigt der neue Dienstleister die laufenden Belege und die letzte Saldenliste um die laufende Buchhaltung fortführen zu können und um die laufenden Steuern wie z. B. die Umsatzsteuervorauszahlung berechnen zu können. Darüber hinaus werden Kontenausdrucke und die Journalausdrucke für den Zeitraum des laufenden Geschäftsjahres bis zu dem Geschäftsjahr, in dem der letzte Jahresabschluss erstellt worden ist benötigt.